Dienstag 16.06.2026 - Führung über Waldfriedhof und Freilichtausstellung zur Kesselschlacht durch Zeitzeugen Arnold Mosshammer 


Über 2 Stunden erlebten wir einen Vortrag zu den schrecklichen Ereignissen jener Tage, die Herr Mosshammer als Kind erlebte.

 Er teilte den Vortrag in 4 Segmente auf:

- die Zeit vor dem Krieg

- die Zeit während des Krieges 

- die Zeit nach dem Krieg  und

- die Zeit nach der Wende.

Durch seine ausdrucksstarken Worte konnte er die Anwesenden fesseln und in die jeweilige Zeit mitnehmen.

Und nicht nur die Kesselschlacht um Halbe haben ihn und sein Wirken nachhaltig geprägt, auch die unmittelbaren Ereignisse, als sie endlich wieder aus den Schutzkellern nach oben konnten.

Alles zerstört und Leichen über Leichen, nach heutigen Unterlagen 26.000 Menschen, die hier den Tod fanden. Jedes Jahr werden weitere ca. 100 Gebeine von Toten in einer feierlichen Zeremonie beigesetzt.

 

Herr Mosshammer betonte auch, dass in dieser Zeit ein besonderer Dank den sowjetischen Soldaten gilt, die sich für die Bevölkerung einsetzten und geholfen haben wo sie konnten.

Das ist unabhängig von den Regierungen Putin und Selensky in der heutigen Situation zu betrachten.

 

Herr Mosshammer hat die Schrecken des Krieges erlebt und niemals vergessen.
Sein gesamtes Leben ist davon geprägt und bestimmt und er wies mehrfach darauf hin:


"Nur aktive Demokratie kann die Welt verändern, auf keinen Fall der Krieg.

Die Toten mahnen für den Frieden zu leben."


Wir können jedem nur empfehlen, sich an solch einer Führung zu beteiligen. 

Samstag 15.11.2025 - Anette Daugardt und Uwe Neumann
Lesung: Hans Fallada:
„Jeder stirbt für sich allein“ (1947) 

Der Roman beschreibt, wie Otto und Anna Quangel von Mitläufern zu Widerstandskämpfern werden. Nach der Nachricht, dass ihr einziger Sohn an der Front gefallen ist, ist nichts mehr wie es war. Sie empören sich, sie lehnen sich auf, wollen etwas tun. Sie beschließen, regierungskritische Sätze auf Postkarten zu schreiben und die dann überall in Berlin zu verteilen. Schließlich werden sie von der Gestapo gefasst und in Plötzensee hingerichtet. 

 

„Jeder stirbt für sich allein“ ist einerseits ein spannender Krimi und andererseits ein Zeugnis für den Mut des „kleinen Mannes“ in Berlin unter der Diktatur. Dass Fallada wusste und miterlebt hatte, wie sich das Leben während des NS-Regimes anfühlte, ist in jeder Zeile spürbar. 

 

Falladas Geschichte erzählt von Mut, von Widerstand gegen das Unrecht, gegen das falsche Leben, aber eben auch von der Gewissheit, dass jeder einzelne etwas tun und bewegen kann.

Einen lokalen Kurzbericht finden Sie hier:
https://www.pfd-dahme-spreewald.de/2025/11/16/hans-fallada-jeder-stirbt-fuer-sich-allein-aktionsbuendnis-gegen-heldengedenken-und-naziaufmaersche/#more-1878 

Samstag 16.11.2024 - Anette Daugardt und Uwe Neumann
"Zwischen den Stühlen" - Ein Erich Kästner Abend
Im ersten Drittel erlebt er seine „goldene Zeit“, die knapp sechs Jahre dauerte, vom Ende der ebenso krisengebeutelten wie aufregenden Zwanziger Jahre bis zum Beginn der Nazi-Diktatur.

 

1933 begann sein zweites Drittel, seine große Lebens- und Schaffenskatastrophe: die Nazis kamen an die Macht, verbrannten seine Bücher. Er jedoch emigrierte nicht wie viele andere Intellektuelle, sondern er blieb in Deutschland, schrieb Harmloses, Gefälliges, versuchte zu überleben – und ganz nebenbei gut zu leben. Manchmal mit bedenklicher Nähe zu den Machthabern.

 

1945 schließlich engagierte er sich sofort für die neu entstehende Demokratie, die die Alliierten im Westen des zerstörten Landes aufbauten, schrieb satirische Zeitgedichte und betätigte sich auch politisch, indem er wieder öffentlich an seine pazifistischen Grundüberzeugungen der Weimarer Zeit anknüpfen konnte, sich entschieden gegen die Remilitarisierung der Bundesrepublik wandte und später gegen den Vietnamkrieg. 

Den genialen Schwung seiner goldenen Jahre von 1927 bis 1933 erreichte er allerdings nie wieder.

Samstag 18.11.2023 - Ila Raven und Fabio Costa 
"Nur eine Rose als Stütze?" - Leben und Werke von Hilde Domin

Samstag 12.11.2022 - Trio GERADE FRAUEN 
"Denn alles wird gut?" - Hommage an Ilse Weber

Samstag 13.11.2021 - Ila Raven und Elke Uta Schrepel
"Zwei Diven zwischen Anpassung und Widerstand im deutschen Faschismus" - 
 

Zarah Leander und Marlene Dietrich 

Samstag 16.11.2019 - Dephne Sahin, Tomek Soltys, Mathilda Leko, Gruppe Klezbanda, Bernd Pittkunings und Matthias Müller-Wurbs

 "Wie Fremde in eigener Heimat"

Samstag 17.11.2018 - Josefin Karacan, Adriane Rimscha, Matthias Müller-Wurbs, Ernie Schmiedel und Bernd Pittkunings  
"Maikäfer flieg, dein Vater ist im Krieg"
Lieder und Texte gegen Faschismus und Krieg 

Samstag 18.11.2017 -  Adriane Rimscha, Klaus Weiger und Bernd Kummer
"Etwas ist immer..." - ein Kurt -Tucholsky-Programm

Samstag 12.11.2016 - Bernd Kummer, Adriane Rimscha und Klaus Weiger  

"Populäre Musik zur Zeit des deutschen Faschismus" -  

Verführung und Beschwörung, Bewältigung